Die 4 häufigsten Arten technischer Indikatoren | Deriv Blog
Aus unserem Blogbeitrag „Was ist technische Analyse im Trading“ wissen Sie vielleicht bereits, dass technische Indikatoren mathematische Berechnungen sind, die Ihnen helfen können, die Kursbewegungen eines Assets vorherzusagen. Diese Berechnungen bewerten ein Asset aus mehreren Blickwinkeln und können zu einem wirklich leistungsstarken Tool werden, das wertvolle Einblicke liefert und Ihnen hilft, Ihre Handelsstrategien zu verbessern.
Das Deriv-Team · 2. Juni 2022 · 3 Min. Lesezeit

Aus unserem Was ist technische Analyse im Trading Blogbeitrag wissen Sie vielleicht bereits, dass technische Indikatoren mathematische Berechnungen sind, die Ihnen helfen können, die Kursbewegungen eines Assets vorherzusagen. Diese Berechnungen bewerten ein Asset aus mehreren Blickwinkeln und können zu einem wirklich leistungsstarken Tool werden, das wertvolle Einblicke liefert und Ihnen hilft, Ihre Handelsstrategien zu verbessern.
Es gibt Dutzende von Indikatoren, die Sie verwenden können, aber sie werden üblicherweise nach der Art der Informationen, die sie liefern, in Gruppen unterteilt. Einige Indikatoren können mehrere Informationssätze liefern und daher zu mehr als einer Gruppe gehören.
In diesem Blog haben wir Indikatoren in 4 Haupttypen gruppiert und erklären kurz, wie jede Gruppe Händlern hilft, Handelsmöglichkeiten zu erkennen.
1. Trendindikatoren
Im Trading bezieht sich der Trend auf die Richtung der Kursbewegung über einen längeren Zeitraum. Wenn der Kurs beispielsweise kontinuierlich steigt, handelt es sich um einen Aufwärtstrend, und wenn er fällt, um einen Abwärtstrend.
Trendindikatoren können helfen, die Richtung zu bestimmen, die der Markt einschlagen wird.
Einige gängige Trendindikatoren sind:
- Gleitender Durchschnitt (MA)
- Parabolic Stop and Reverse (Parabolic SAR)
- Die Ichimoku-Wolke
2. Volumenindikatoren
Im Trading bezieht sich das Volumen auf die Anzahl der Trades, die innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens ausgeführt werden. Es ist ein direkter Hinweis auf Angebot und Nachfrage des Assets.
Durch die Messung des Handelsvolumens zeigen Volumenindikatoren an, ob ein Trend wahrscheinlich anhält.
Ein hohes Volumen im Aufwärtstrend deutet beispielsweise auf eine hohe Nachfrage und damit auf einen weiteren Kursanstieg hin. Im umgekehrten Szenario funktioniert es genauso: Ein hohes Volumen im Abwärtstrend deutet auf ein hohes Angebot und die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Kursrückgangs hin.
Einige gängige Volumenindikatoren sind:
- On-Balance-Volume (OBV)
- Accumulation/Distribution-Indikator
- Money Flow Index
3. Volatilitätsindikatoren
Die Volatilität im Trading bestimmt den Grad, in dem sich ein Kurs im Laufe der Zeit bewegt. Hohe Volatilität deutet auf schnelle und unvorhersehbare Kursänderungen hin. Volatilitätsindikatoren messen die Kursspanne eines Assets und helfen, Momente hoher Volatilität zu erfassen.
Viele Trader bevorzugen hochvolatile Assets und Märkte, weil sie zahlreiche Handelsmöglichkeiten sowie schnellere und höhere Gewinne bieten.
Die gängigsten Volatilitätsindikatoren sind:
- Bollinger-Bänder
- Donchian-Kanal
- Average True Range (ATR)
4. Momentum-Indikatoren
Momentum im Trading bezieht sich auf die Geschwindigkeit der Kursänderung. Momentum-Indikatoren messen diese Geschwindigkeit, was hilfreich sein kann, um eine bevorstehende Trendwende zu erkennen.
Die gängigsten Momentum-Indikatoren sind:
- Relative Strength Index (RSI)
- Moving Average Convergence Divergence (MACD)
- Stochastischer Oszillator
Wie setzt man technische Indikatoren am besten ein?
Wenn Trader technische Indikatoren verwenden, wenden sie in der Regel 2–3 davon gleichzeitig an und vergleichen ihre Ergebnisse, um die Wahrscheinlichkeit einer richtigen Handelsentscheidung zu erhöhen. Wenn beispielsweise ein Trendindikator eine Trendwende vorhersagt, prüfen sie auch das Volumen, um sicherzustellen, dass genügend Kauf- oder Verkaufskraft vorhanden ist, um diese Änderung zu unterstützen. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass technische Indikatoren, genau wie Chartmuster, immer noch eine Vorhersage sind und keine 100%ige Genauigkeit bieten.
Es ist auch immer eine gute Idee, verschiedene Kombinationen zuerst auf Ihrem risikofreien Demo-Konto zu testen und auszuprobieren, bevor Sie mit echtem Geld handeln.
Alternativ, wenn Sie eine andere nicht-technische Methode zur Analyse der Finanzmärkte kennenlernen möchten, besuchen Sie unseren Blogbeitrag zur Fundamentalanalyse und erfahren Sie, wie wichtige politische und wirtschaftliche Ereignisse die Kurse beeinflussen können.